Grundgedanken von contact
"Liebe ist kreativ und erfinderisch. Liebe schließt Menschen
zusammen zu Freunden. Liebe entfaltet Leben und setzt Hoffnung frei. Und Liebe lässt mich
aufbrechen zu den Menschen, die sich in einer notvollen Situation befinden."
Günther Schaible, Leiter eines Christlichen Lebenszentrums
Wir sind eine Gruppe von Freiwilligen, die aus den verschiedenen Beweggründen zueinander
gefunden haben.
Alle haben wir selbst Lebenskrisen erlebt, die uns sensibel machten für das Leid anderer
Menschen. Es ist uns nicht mehr möglich, einfach wegzusehen, wenn es anderen nicht gut geht.
Wir machen uns vor allem viele Gedanken darüber, dass Mitmenschen aus den verschiedensten
Schichten unter immer größerer Einsamkeit leiden.
Die zunehmende Zahl von Begegnungsstätten ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung.
Aber wo kann ganz unkompliziert jemand gefunden werden, der zuhört, der
Einfühlungsvermögen zeigt, der weiterhilft ?
Über die Erfahrungen mit den weltweit gut funktionierenden Emmaus-Gemeinschaften, deren erste
vor 50 Jahren von Abbé Pierre in Paris gegründet wurde, kamen wir auf die Grundidee von
contact:
- einen Ort der Begegnung schaffen, der offen ist für alle, die Kontakt suchen, das
persönliche Gespräch brauchen,
- die dazu nötigen Räume finanzieren über den Verkauf von Gebrauchtwaren:
jeder hat Sachen zuhause, die er/sie nicht mehr braucht, die Spendern und Kunden die
unkomplizierte Möglichkeit geben, den Kontakt zu uns zu knüpfen,
- und mit den dadurch entstehenden Berührungen und Kontakten Helfern und auf Hilfe
Angewiesenen die große Chance zu geben, sich immer weiter berühren zu lassen
und damit den nächsten Schritt zu tun: denen helfen, die "noch mehr leiden"
wie Abbé Pierre sagt, Menschen und Initiativen im In- und
Ausland mit dem Erlös unserer Arbeit zu unterstützen.
Damit erfüllen auch wir als Freiwllige die drei Grundregeln aller Emmaus-Gemeinschaften,
auf die wir vor einigen Jahren gestoßen waren auf der Suche nach Hilfsmöglichkeiten
für Menschen, die aufgrund von Obdachlosigkeit, Suchtproblemen, Straffälligkeit oder
anderer Schwierigkeiten an den Rand unserer Gesellschaft gelangt waren:
- Wir akzeptieren nie, dass der Lebensunterhalt unseres Vereins von etwas anderem
abhängt als von unserer Arbeit. "Das Brot das man ißt, hat man auch
verdient".
- Wir bilden ein wohltätiges Werk mit Helfern und Empfängern. Der Kräftige
verrichtet eine beachtliche Arbeit. Wer aber nicht so viel einbringen kann, zählt
genauso. Jeder leistet, was er kann.
- Vor allem aber, wenn man arbeitet, ohne sich zu bereichern. Wenn die Arbeit mehr hergibt,
als nötig ist, freut man sich, es weggeben zu können und so
Neugründungen zu ermöglichen beziehungsweise andere
Menschen und Initiativen zu unterstützen.
In 50 Jahren 400 Emmaus-Gemeinschaften weltweit - es ist eine gute Idee, die um die ganze Welt
geht !
Vielleicht ist das Konzept von contact eine
ähnlich gute Idee !
Brich auf
zu den Einsamen
aber geh jetzt gleich.
Geh zu denen,
die keinen Menschen haben
und verliere keine Zeit.