contact in Augsburg e.V. | soziales Tagebuch
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Herzlich willkommen im sozialen Tagebuch von contact in Augsburg e.V.

Wir haben keine Geheimnisse, bei uns dürfen Sie sogar unser Tagebuch lesen !
Also herzlich willkommen zu einem Fortsetzungsroman der besonderen Art !

Ich bin Roswitha Kugelmann, die 1.Vorsitzende von contact. Wir haben seit der Verein besteht sehr viel Arbeit geleistet, sowohl im Recycling von Gebrauchtwaren aller Art als auch im sozialen Bereich, denn der Zweck unseres Vereins ist die Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Dieses Tagebuch soll allen Interessierten ein bisschen mehr Einblick in unsere tägliche Arbeit geben.
Für Ihr Interesse bedanke ich mich und freue mich über jede Rückmeldung.



Sonntag
5 Februar
2012
Sascha wird heute nicht viel Aktivitäten brauchen : er hat in der vergangenen Woche so viele Möbel verkauft wie selten und was das für eine Anstrengung ist, wissen wir ! Ein toller Erfolg für Sascha !
 

Samstag
4 Februar
2012
Wir waren gerade dabei, am Abend als Sondereinsatz mit drei Fahrzeugen die beim Flohmarkt von St.Pius übriggebliebenen Sachen abzuholen, um sie vor dem Wegwerfen zu bewahren. Weil die vielen fleißigen Helfer der Pfarrei nach so viel Arbeit auch gern mit dem Aufräumen fertig sein möchten, sollte das immer ein bisschen schnell gehen. Wir haben schon Erfahrung damit und es geht wirklich ruckzuck. Nur habe ich keine Hand frei, um an mein Handy zu gehen, das zum dritten Mal klingelt. Danach in der Kälte vor dem Pfarrheim schaue ich auf mein Display : Martin, Vera, Georgiana. Ich rufe zurück : Martin fragt, wann ich heimkomme, da er dabei ist, unseren Buchhaltungscomputer wieder zum Laufen zu bringen und für ein paar Kleinigkeiten doch noch mich braucht. Vera hatte versucht mich zu erreichen, weil Gerry sein Handy bei contact vergessen hat und Elke schon alle Türen abgeschlossen hat. Pech gehabt : er ist inzwischen schon weg, wir kommen erst in ein paar Minuten zurück auf den Hof. Warum hat Georgiana angerufen ? Alle möglichen Dinge, die passiert sein könnten bei der großen Kältewelle gehen mir durch den Kopf. Aber es ist eine positive Sache : der Schwager von Mioricas Mann ist mit einem LKW in Deutschland und könnte am Montag Sachen von uns für Miorica mit nach Rumänien nehmen, da er sonst leer zurückfahren müsste. Es gibt wirklich keine Zufälle bei uns : gerade jetzt haben wir mehr Kleidung als sonst in unserer Rumänienbox, da Dani, der es sonst mitnimmt, in der letzten Woche nicht genügend Platz auf seinem Fahrzeug hatte. Und auch Möbel sind, da die wir schenken können.
Passt ! Doch gut, dass Maja mit ihrem Team gerade so viel sortiert, aber die Nachfrage nach Kleidung im Sozialkaufhaus ist ja auch wirklich sehr groß.
 

Freitag
3 Februar
2012
Ich bringe gespendete Lebkuchen zum Nachfüllen ins Café, weil unser Backwarenlieferant heute ausnahmsweise nicht da war. Eine ältere Dame, offensichtlich zum ersten Mal hier, sitzt dort bei einem warmen Tee und spricht mich an : "Wer schreibt denn bei euch das soziale Tagebuch ?" "Ich." Und schon sind wir in einem längeren, sehr intensiven Gespräch - über soziales im allegemeinen, über contact, über Emmaus, über privates - und vieles andere ! Schön so ein Gespräch !
 

Mittwoch
1 Februar
2012
Mitarbeitergespräch der ganz anderen Art : weil bei unserem Buchhaltungscomputer der Arbeitsspeicher kaputt ist, diesmal keine genauen Umsatzzahlen und Abteilungsanalysen, sondern Hinweise von mir auf das Buch von John Strelecky "The big five for life" und die darin enthaltenen wichtigen Teile für Persönlichkeitsentwicklung, Zweck der Existenz, Umgang mit Kunden usw.
Dazu hatte ich zum ersten Mal Powerpoint verwendet - nach einer 15-Minuten-Einführung durch meinen Sohn am Vorabend erfolgreich erstellt von mir.
Das muss man sich vorstellen : er schaffte es, mir am Telefon zu erklären, was ich tun muss, obwohl meine Kenntnisse in der Richtung ja eher bescheiden sind ! Soll mal keiner sagen, dass das auch "im hohen Alter" nicht noch erlernbar ist !
 

Dienstag
31 Januar
2012
Schlagfertig : Ella war gerade dabei, eine neu hereingekommene Vase zu spülen, als der Kunde entdeckte, dass es ein Markenfabrikat war. Er fragt nach dem Preis und Ella reagiert richtig : "Das ist Marke, den Preis macht die Kollegin in der Boutique." Bei Christel angekommen, erfährt er, dass das gute Stück 7,50 Euro kosten soll. "Aber die ist ja immer noch ein bisschen schmutzig," versucht er den Preis zu drücken. Christel, wie aus der Pistole geschossen : "Der Dreck kostet extra !" Sie bekommt ihre 7,50 Euro !
 
 
Sozialkaufhaus
Im Tal 8
86179
Augsburg-Haunstetten
0821-8 15 66 15
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