contact in Augsburg e.V. | soziales Tagebuch
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Herzlich willkommen im sozialen Tagebuch von contact in Augsburg e.V.

Wir haben keine Geheimnisse, bei uns dürfen Sie sogar unser Tagebuch lesen !
Also herzlich willkommen zu einem Fortsetzungsroman der besonderen Art !

Ich bin Roswitha Kugelmann, die 1.Vorsitzende von contact. Wir haben seit der Verein besteht sehr viel Arbeit geleistet, sowohl im Recycling von Gebrauchtwaren aller Art als auch im sozialen Bereich, denn der Zweck unseres Vereins ist die Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Dieses Tagebuch soll allen Interessierten ein bisschen mehr Einblick in unsere tägliche Arbeit geben.
Für Ihr Interesse bedanke ich mich und freue mich über jede Rückmeldung.



Sonntag
25 Juni
2017
Nach dem wohltuenden Regen heute vormittag konnten wir unseren Stand auf dem Zukunftsmarkt in Mering aufbauen. Weil der 1.Zukunftsmarkt letztes Jahr so gut angekommen war, wurde er dieses Jahr wieder veranstaltet und wieder war es ein wunderschöner Nachmittag im Lippgarten. In einer schönen und freundschaftlichen Atmosphäre mit interessierten Besuchern genossen wir die Stunden. Gute Musik, Kurzvorträge der Aussteller - auch von uns - und interessante Gespräche ließen die Stunden schnell vergehen. Eigentlich wäre heute unser monatlicher Termin für unsere Dorfwerkstatt gewesen, aber ich denke, die Entscheidung war richtig, statt dessen am Zukunftsmarkt teilzunehmen. Die meisten aus der Dorfgruppe waren ja auch mit dabei und es hat ihnen sicher genau so gefallen wie mir. Danke an alle Helfer von uns, an die Organisatoren und die Besucher.
 

Samstag
24 Juni
2017
Erst jammern wir über den langen und kalten Winter, da dürfen wir uns jetzt nicht über das schöne Sommerwetter beschweren. Es ist Juni und es ist heiß, also alles so wie es sein soll. Aber dadurch, dass das Wetter jetzt doch schon so viele Tage anhält, machen wir uns langsam Sorgen um unseren Monatsumsatz. Es ist klar, dass bei weitem nicht so viele Kunden Lust auf Shopping haben wie sonst. Und dass damit der Tagesumsatz weit unter dem Schnitt liegt, ist damit auch klar. Wir haben noch eine Woche Juni vor uns, aber auch für morgen sind schon wieder 30 Grad vorhergesagt.
 

Donnerstag
22 Juni
2017
Wir werden immer besser : seit heute hat unser Sozialunternehmen auch eine Betriebsärztin, wie es sich für einen größeren Betrieb gehört. Danke !
 

Mittwoch
21 Juni
2017
Rechtzeitig mit dem Eintreffen der Gäste zu unserer diesjährigen Sommersonnwendfeier zieht eine schwarze Wolkenwand auf. Es gibt ein paar Blitze und ein bisschen Donner und es regnet eine kurze Weile. Dann zeigt ein schöner Regenbogen über dem Gemeinschaftsgarten an, dass unsere Feier beginnen kann. Wenigstens ist es jetzt so nass, dass wir auch unser Sonnwendfeuer anzünden können. Bei der Hitze und Trockenheit vorher hätte ich mir das nicht getraut. Zabi entzündet fachmännisch das Feuer : wie oft er das wohl auf seiner langjährigen Flucht von Afghanistan bis nach Deutschland gemacht hat ? Ich möchte ihn jetzt nicht fragen, freue mich nur, dass er genauso viel Spass daran hat wie alle anderen. Aber bei der schönen Stimmung und den schönen Liedern ( deutsch, russisch, englisch ), gehen meine Gedanken doch immer wieder zu seinem Abschiebungsschreiben, das er bekommen hat, sobald er 18 geworden ist. Zabi kann in Afghanistan nicht leben. Und wir hätten gern so einen jungen, fleißigen, ruhigen Mitarbeiter in unseren Reihen. Und wir würden gern auch noch mehr für ihn tun, weil seine beiden Geschwister noch in Afghanistan festhängen (die Eltern leben nicht mehr). Wurde uns Flüchtlingshelfern nicht gesagt, wir sollen bei der Integration helfen und sie dürfen bleiben, wenn sie sich integrieren, einen Arbeitsplatz haben usw. Was ist aus diesen Versprechen geworden ? Gestern habe ich in einem Facebookbeitrag gelesen, die Politiker sollen sich nicht zu sehr auf die Wählerstimmen verlassen, die gegen die Flüchtlinge sind. 8.000.000 Flüchtlingshelfer denken da anders . Aber was können wir wählen ? Wer ist bereit, mit uns für diese Menschen zu kämpfen ? Sie wollen doch auch nur in Ruhe, in Frieden, in Sicherheit leben und arbeiten dürfen !
 

Dienstag
13 Juni
2017
Die Tricks, um bei uns Ware zu klauen, werden immer vielfältiger : Mutter und Tochter gehen mit einigen Artikeln erst ins Café, dann geht die Tochter zur Toilette und die Mutter mit der Ware nach draußen. Als sie dabei erwischt wird, gibt es ein Riesen Palaver, weil die beiden uns klar machen wollten, dass es nur ein Missverständnis sein kann, denn die Mutter konnte angeblich nicht wissen, dass die Tochter noch nicht bezahlt hatte. Sauer werden wir immer dann, wenn wir für dumm verkauft werden : wenn die Ware doch die ganze Zeit bei ihnen im Café war, wann hätte dann die Tochter mit der Ware an der Kasse gewesen sein sollen, um zu bezahlen ? Zum einen ging es den beiden darum, dass wir keine Anzeige erstatten, zum anderen ist das verhängte Hausverbot fast noch schlimmer für sie, weil sie sich bei uns auch noch reichlich mit geschenktem Gemüse eindecken konnten. Und dann auch noch stehlen ...
 
 
Sozialkaufhaus
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