contact in Augsburg e.V. | soziales Tagebuch
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Freitag
18 Januar
2019
Neueste Investition : eine Schneefräse. Vom Dach auf der Ostseite ist bei dem Tauwetter der letzten Tage eine solche Menge an Schnee abgerutscht, dass der Fendt-Bulldog das auch nicht mehr geschafft hat, dort durchzukommen und wir deshalb an die auf der Ostseite geparkten Autos nicht mehr rangekommen sind. In den letzten Jahren war es nie so viel auf einmal oder gleich wieder genug Plusgrade dass wir das Problem bisher nicht hatten. Zusätzlicher Vorteil der Anschaffung : neben Maja und mir kann jetzt bei den nächsten Räumaktionen auch noch ein Dritter aktiv werden - zusätzlich zu denen die die Schneeschaufel in die Hand nehmen. Da muss ich noch den Eintrag vom 10. Januar korrigieren : Blondie und 5 ! Frauen ! Wie ich erst am nächsten Tag erfahren habe, war auch Helga eine der Frauen, die zur Schaufel gegriffen hatte. Unsere anderen Mitarbeiter kamen erst kurz vor 10 Uhr, haben ihre Autos auf die inzwischen geräumten Parkplätze gestellt und sind im Haus verschwunden. Nur Cosmin und Artur haben vor ihren Arbeitsbereichen noch geschaufelt, wollten offensichtlich sich keine nassen Füsse holen ...
 

Donnerstag
17 Januar
2019
Von dem was wir an Lebensmitteln derzeit zu viel bekommen, können wir nicht nur den Foodsharing-Kühlschrank und -Schrank immer wieder bestücken, sondern auch einen Teil an Dani weitergeben für seine Roma-Familien. Heute sind ganz viele Packungen Haferkekse gekommen : "das ganze Auto ist voll" - okay, es war nicht das ganze Auto, aber es waren doch etliche große Kartons, die wir zurücklegen und auf Dani warten.
Es kommt später einer unserer freiwilligen Helfer auf mich zu und fragt ganz vorsichtig, ob er einen kleinen Teil dieser Lebensmittelüberschüsse mitnehmen darf zu einer sehr armen deutschen Familie, die in Kissing in einem kleinen Häuschen wohnt (Heizung?) und nicht genug zu essen hat. Dass es Armut auch um uns herum gibt, ist uns voll bewusst und wir versuchen auch da zu helfen wo es geht. Gut ist in dem Fall, dass es keine Einmalhilfe sein wird, sondern dass unser Mitarbeiter sich weiterhin darum kümmern wird, dass die Leute so gut es eben geht versorgt sind. Jedem Menschen einen Menschen - immer öfter fällt mir in diesen Tagen der Spruch meines Kölner Professors ein ...
 

Dienstag
15 Januar
2019
So kann Hilfe auch aussehen : eine unserer freiwilligen Helferinnen spricht mich heute auf die Sendung in der ARD vom Sonntag an und fragt, ob ich über Jenny Rasche und ihre Hilfe für die Roma-Kinder in und um Sibiu mehr weiß und vor allem ob ich weiß, ob das was sie macht, wirklich seriös und nachhaltig ist, weil sie gern eine dieser Patenschaften für eines der Kinder machen möchte. Ich kann ihr bestätigen, daß wir letztes Jahr schon direkten Kontakt zu Jenny hatten, einen unserer Hilfstransporte hingeschickt haben und Gabi - einer unserer Fahrer, der aus einem Ort direkt bei Sibiu stammt - schon bei ihr war und sich von ihrer guten Arbeit überzeugen konnte.
Sie äußert ähnliche Zweifel wie viele Spender, die sich oft einfach nicht sicher sind, ob ihre Hilfe (und ihr Geld, das oft ja auch nicht im Überfluss vorhanden ist) wirklich gut ankommen. Da kann ich sie in dem Fall wirklich beruhigen. Und dann kommt der Hammer : "Weißt du, Roswitha, ich spare hier so viel, was ich an Lebensmitteln nicht kaufen brauche, weil es bei contact durch das Lebensmittelretten einfach da ist, dass ich mir gedacht habe, dafür kann ich leicht den Betrag für eine Patenschaft monatlich aufbringen !" So schön kann gegenseitige Hilfe sein !
 

Montag
14 Januar
2019
Mike übernimmt für mich das Zusperren am Abend sodass ich rechtzeitig wegkomme. Die Grünen von Königsbrunn zeigen im Rahmen ihrer Reihe "grünes Kino" den Film "Klimate warriors", ein guter und wichtiger Umweltfilm. Diesmal ist das Kino - im Gegensatz zu weiter zurückliegenden Veranstaltungen dieser Art - erstaunlich gut gefüllt. Das Thema Umweltschutz und unser dringend notwendiger Einsatz dafür scheint wirklich inzwischen bei der Bevölkerung anzukommen. Ich freue mich vor allem, Margot mal wieder zu treffen, die mir ganz stolz von den Wildbienen erzählt, die auf ihrem Balkon heimisch geworden sind.
 

Freitag
11 Januar
2019
Karin und ihr Team von imageOn machen gerade zwei Filme für uns : einen für contact in Augsburg e.V. und einen für das contact-Dorf. Wir freuen uns schon sehr darauf, einen Vorentwurf vom ersten Film haben wir schon gesehen und er hat uns gut gefallen.
Offensichtlich durch die enge Zusammenarbeit bei der Herstellung der Filme auch vom contact-Virus infiziert, hat uns Karin inzwischen auch in anderen Bereichen schon geholfen. Unter anderem hat sie sich um einen Termin beim Oberbürgermeister bemüht, um mit ihm darüber sprechen zu können, wie unser Projekt Ökodorf voranzubringen, nachdem in den letzten Wochen nichts mehr so recht voranzubringen war. Bernd, Ann-Kathrin und ich waren deshalb gestern Nachmittag im Rathaus bei Richard Goerlich, dem Referenten des OB und zuständig für Kommunikation, übrigens ein sehr gutes Gespräch, für das wir uns noch sehr herzlich bedanken.
Auf dem Weg dorthin läutete mein Handy: das Vorzimmer von Frau Kollmer wollte mich mit ihr verbinden, um einen Gesprächstermin vereinbaren zu können. Auch das haben wir Karin zu verdanken, die diese Woche eine Filmsequenz mit ihr gedreht hat, weil auch Frau Kollmer von Anfang an eine Befürworterin unserer Idee ist und uns deshalb auch die Einrichtung der Stiftung "Gemeinsam.Besser.Leben." ermöglicht hat.
Da sind wir schon ein wenig stolz, dass wir mit unseren beiden Projekten so weit gekommen sind, dass wir Gespräche auf höchster Ebene führen können. Aber aus unserem kleinen Verein mit ein paar Freiwilligen im Laufe der Jahre so ein großes Sozialunternehmen mit so vielen regulären Arbeitsplätzen zu schaffen - und das noch aus eigener Kraft - das ist ja schon was ...
 
 
Sozialkaufhaus
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